Gemeinderat - Für die Anpassung der aktuellen Verkehrspolitik

Petition wurde am 18.10.2013 als "beendet" erklärt

Die Petition von Hirschstetten-retten wurde vom Petitionsausschuss abgelehnt und als "beendet" erklärt. Das bedeutet, dass dem Ausschuss insgesamt 4.186 Unterschriften von Wienerinnen und Wiener unbedeutend erscheinen ... oder ist es vielleicht doch die Angst vor einer direkten Konfrontation mit fachlich nicht zu leugnenden Argumenten?


Gemäß Gesetz über Petitonen in Wien vom 21.01.2013

Für die Anpassung der aktuellen Verkehrspolitik der Stadt Wien an die rückläufigen Zahlen des Individualverkehrs und gegen die Förderung zusätzlichen Durchzugsverkehr durch Wien.

Daraus folgt unter anderem: Keine vierspurige Stadtstraße durch Hirschstetten! Sämtliche Zahlen die das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung in Wien abbilden sehen den motorisierten Individualverkehr rückläufig.

Trotzdem soll auf einer bis zu sechs Spuren und 50 Meter breiten „Stadtstraße“ der gesamte Verkehr östlich der Autobahn A 23 Südosttangente bis zur Staatsgrenze zur Slowakei quer durch dicht verbautes Gebiet durch Hirschstetten „gebündelt“ werden!

Das bedeutet Raubbau an den Ressourcen der ganzen Stadt, ihrer Kinder, Enkelkinder und deren Kinder!

Die nachstehenden Unterzeichnerinnen und Unterzeichner fordern daher den Wiener Landtag auf, folgende Beschlüsse zu fassen:

  • Keine neuen, zusätzlichen vierspurigen Straßen mehr auf Wiener Stadtgebiet. *)
  • Keine zusätzliche Förderung von Durchzugsverkehr auf Straßen durch Wien.
  • Verbot der Bündelung des Verkehrsaufkommens ganzer Stadtteile auf eine einzige Schneise.
  • Daraus resultiert: Rücknahme der bereits gefassten Beschlüsse hinsichtlich der „Stadtstraße Hirschstetten“.
  • Informationspflicht an und Mitspracherecht für die unmittelbar betroffene Bevölkerung vor der Ausarbeitung von Verkehrsprojekten wie im Regierungsübereinkommen vom November 2010 festgeschrieben.
  • Verwendung der für den Bau der Stadtstraße vorgesehenen Budgetmittel für INVESTITIONEN
    • in den weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrs in ganz Wien
    • in einfache, ein- bis zweispurige Entlastungsstraßen von überlasteten Wiener Ortskernen
    • in Alternativprojekte, welche der Wiener Bevölkerung direkt zugutekommen wie:
      Bildung und Betreuung unserer Kinder, Betreuung älterer und pflegebedürftiger Menschen, Sicherstellung der medizinischen Nahversorgung.
  • Stopp von Verkehrsprojekten mit unabsehbaren gesundheitlichen Auswirkungen wie Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Krebs und Gehirnerkrankungen auf unsere Bevölkerung, deren Kindern und der Kindeskinder aufgrund von Feinstaub und krebserregender Abgase.
  • Schutz der örtlichen Bevölkerung vor zusätzlichem Lärm aufgrund von verstärktem LKWVerkehr durch zusätzliche Straßen und Vermeidung der daraus resultierenden Stresserkrankungen die in Bluthochdruck münden, der letztlich wiederum die Hauptursache für Herzinfarkt ist.
  • Verpflichtende Einbeziehung von Gesundheits- und Verkehrsexperten, die einerseits vom Staat für ihre Forschung bezahlt werden, deren Expertise jedoch weitestgehend bei der Planung von Monsterprojekten unberücksichtigt bleiben.

*) Namhafte Verkehrsexperten der TU Wien sehen für die Versorgung aller neu geplanter Stadtteile eine zweispurige Straße für jetzt und die Zukunft vollkommen ausreichend.

Wir müssen JETZT und GEMEINSAM für uns und die kommenden Generationen verantwortungsvoll und nachhaltig entscheiden!